Lebensmittel und Lebensmittelkategorien – von A bis Z

Von klein auf sind wir an Lebensmittel gewohnt und kennen häufig nur den Überfluss: Die Regale im Supermarkt sind stets gefüllt, die Varianz der einzelnen Lebensmittelkategorien ist enorm.

Welche Lebensmittelkategorien gibt es eigentlich? Und wann spricht man von Nahrungsmitteln und wann nicht?

Lebensmittel

Was zählt zu Nahrungsmitteln?

Nahrungsmittelgehören in die Kategorie der Lebensmittel und dienen vorrangig der Ernährung des Menschen (im Vergleich zum Beispiel zu Genussmitteln wie beispielsweise Süßigkeiten). Sie enthalten Nährstoffe wie z. B. Proteine, Kohlenhydrate (s. a. Lebensmittel ohne Kohlenhydrate) und Lipide, die dem menschlichen Körper lebensnotwendige Energie zur Verfügung stellen. Im Gegensatz dazu stehen nicht nur Genussmittel, sondern z. B. auch Trinkwasser, das nicht die genannten Nährstoffe enthält. Die Nahrungsmittel anderer Lebewesen werden als Futtermittel bezeichnet.

Welche Lebensmittel zu den Nahrungsmitteln gehören, ist nicht immer eindeutig. So fällt eine Definition bzw. eine Zuordnung bei z. B. Gewürzen nicht immer eindeutig aus.

Weltweit wird nach Angaben der Vereinten Nationen etwa rund ein Drittel aller Nahrungsmittel weggeworfen. Das entspricht etwa 1,3 Milliarden Tonnen pro Jahr. In Deutschland werfen Verbraucher pro Jahr etwa 82 Kilogramm Lebensmittel pro Person ungenutzt in den Mülleimer. Die Endverbraucher sind weltweit die Hauptverursacher von Lebensmittelverschwendung: Nahrungsmittel werden von Verbrauchern in zu großen Mengen eingekauft oder das Verfallsdatum wird falsch eingeschätzt. Dieses ist vor allem in den wohlhabenden Industrienationen der Fall. Hinzu kommen falsche Lagerung, Überproduktion und Transportschäden sowie Beifang in der Fischerei, der zurück ins Meer geworfen wird.

 

Welche Lebensmittel gibt es?

Lebensmittel werden in verschiedene Lebensmittelgruppen eingeteilt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Eier und Eiprodukte
  • Fleisch und Fleischerzeugnisse (auch: Wildfleisch)
  • Fisch und Fischerzeugnisse
  • Getränke jeglicher Art
  • Getreide und Getreideerzeugnisse
  • Gewürze (auch Kräuter), Würzmittel und Aromen
  • Milch, Milcherzeugnisse und Käse
  • Honig
  • Nüsse
  • Öle und Fette
  • Obst und Gemüse
  • Wald- und Bodenfrüchte wie z. B. Pilze sowie Pilzerzeugnisse
  • Süßwaren (auch: Speiseeis)
  • Vegetarische und vegane Lebensmittel

Hinzu kommen Kategorien wie z. B. Babynahrung und Feinkosterzeugnisse sowie Nahrungsergänzungsmittel.


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Was gehört zur Lebensmittelindustrie?

Die Lebensmittelindustrie ist systemrelevant und besteht aus Unternehmen der Landwirtschaft, aus Unternehmen, die Lebensmittel weiterverarbeiten (weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie), Unternehmen des Lebensmittelhandwerks und dem Lebensmittelhandels (Einzel- und Großhandel). Hinzu kommt die Gastronomie.

Einige Unternehmen der Lebensmittelindustrie übernehmen auch mehrere Funktionen gleichzeitig. Landwirtschaftliche Unternehmen produzieren ihre Produkte manchmal nicht nur, sondern vermarkten und verkaufen diese auch selbst. Dieses kommt beispielsweise bei Milch und Eiern sowie bei Obst und Gemüse häufiger vor. Fleischereien verarbeiten mitunter die gelieferten Erzeugnisse weiter und verkaufen das Endprodukt ebenfalls selbst.

Die Lebensmittelindustrie ist in Deutschland an ausgesprochen hohe Qualitäts- und Kontrollstandards gebunden.

Zur Lebensmittelindustrie gehören auch die Bereiche Lebensmitteltechnologie, die sich z. B. mit der optimalen Produktion oder auch Haltbarkeitsprozessen auseinandersetze. Hier werden z. B. chemische und biologische Prozesse untersucht und miteinander in Verbindung gesetzt. Eine Unterkategorie der Lebensmitteltechnologie ist die Getränketechnologie. Hinzu kommen Ernährungswissenschaften und Lebensmittelwissenschaften sowie zahlreiche untergeordnete Fachrichtungen wie z. B. die Ökotrophologie, die zu den Ernährungswissenschaften gehört. Die Ökotrophologie berücksichtigt sowohl die Ökonomie als auch die Naturwissenschaft und die Medizin. Aspekte der Psychologie und der Soziologie spielen ebenfalls eine Rolle.

 

In welche 3 Gruppen werden Lebensmittel eingeteilt?

Lebensmittel werden in drei Gruppen eingeteilt: Nährstoffe, Ergänzungsstoffe und Nahrungsbegleitstoffe.

Nährstoffe

Nährstoffen haben einen großen Anteil an unseren Lebensmitteln. Zu ihnen gehören Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette.

Kohlenhydrate sind ein Energielieferant für unseren Körper. Eiweiße unterstützen uns wiederum bei der Erneuerung von Körperzellen. Und Fette tun im Grunde beides: Lieferung von Energie und Unterstützung beim Aufbau neuer Körperzellen. Fette speichern zudem Energie, z. B. im Unterhautfettgewebe.

Ergänzungsstoffe

Zu den Ergänzungsstoffen gehören Vitamine, Mineralstoffe, Ballaststoffe und Wasser. Der Körper benötigt Vitamine und Mineralstoffe in vergleichsweise eher geringen Mengen, während Ballaststoffe und Wasser in eher größeren Mengen gebraucht werden.

Vitamine

Ein Vitaminmangel kann zu Erkrankungen wie z. B. Skorbut führen (bei einem Mangel an Vitamin C). Da in Industrienationen in der Regel ausreichend Obst und Gemüse verzehrt wird, sind diese Erkrankungen allerdings eher selten.

Mineralstoffe

Auch ein Mangel an Mineralstoffen kann zu Erkrankungen führen. Im Gegensatz zum Vitaminmangel kommt ein Mineralstoffmangel bei uns häufiger vor, z. B. in Form von Eisen- oder Iodmangel (s. z. B. der Beitrag zu eisenhaltigen Lebensmitteln). Dieses liegt u. a. daran, dass Eisen und Iod in europäischen Böden nicht so häufig vorkommt, so dass der Anteil in Obst und Gemüse nicht immer ausreichend hoch ist. In Regionen, in denen Meeresfrüchte gegessen werden, ist ein Mangel an Mineralstoffen wiederum ein geringeres Problem. So enthält z. B. Fisch viele Mineralien.


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Ballaststoffe

Ihren eher schlechten Ruf haben Ballaststoffe zu Unrecht, denn auch wenn Ballaststoffe nicht verdaut und somit nicht direkt genutzt werden, haben sie eine wichtige Bedeutung für den Körper. Sie sind wichtig für die Verdauung und damit für den Magen-Darm-Trakt. Ballaststoffe sorgen u. a. für das Sättigungsgefühl und haben somit auch Einfluss auf unser Wohlbefinden.

Wasser

Die Wichtigkeit von Wasser wird im Alltag mitunter ebenfalls unterschätzt. Die Teile der Lebensmittel, die Energie liefern sollen, können vom Körper zum Teil nur dann verarbeitet werden, wenn die Moleküle in Lösungen vorliegen – also in flüssiger Form. Zudem ist Wasser ein zentraler Bestandteil des menschlichen Körpers und dient zugleich als “Transportmittel” für Nährstoffe und auch Sauerstoff. Unter anderem ist Wasser aus diesem Grund so wichtig für Sportler. Ohne Wasser würde zudem die Regulation des Temperaturhaushalts des Körpers nicht richtig funktionieren: Bei hohen Körpertemperaturen sorgt der Körperschweiß für eine Wärmeregulation. Durch den Schweiß verliert der Körper zudem Mineralstoffe, die ebenfalls nachgeführt werden müssen.

 

Die 10 gesündesten Lebensmittel

Ob ein Lebensmittel gesund ist oder nicht, hängt von zahlreichen Faktoren ab – und ist zudem auch eine Frage der Interpretation, zumindest, wenn man ein Ranking zu den gesündesten Lebensmittel aufstellen will.

Zu den Faktoren zählen zum Beispiel der Nährstoffanteil im Lebensmittel oder auch die Energiedichte. Welche Gewichtung bei der Definition des Nährstoffanteils zugrunde gelegt werden sollte, kann man ebenfalls diskutieren. Ist ein hoher Vitaminanteil wichtiger als z. B. das Vorhandensein von Mineralien? Wie gesund ein Lebensmittel ist, hängt in diesem Zusammenhang also auch davon ab, was der Mensch zusätzlich noch zu sich nimmt. Hat ein Verbraucher bereits viele Orangen mit einem hohen Vitamin-C-Anteil gegessen, ist für ihn als Ergänzung ein Nahrungsmittel mit vielen Mineralien womöglich wichtiger.

Dennoch hier der Versuch eines Rankings, um einen Eindruck davon zu geben, worum es geht – Diese Lebensmittel gelten als besonders gesund:

GESUNDE LEBENSMITTEL
Grünkohl Grünkohl gilt als echte “Vitaminbombe” und ist reich an Vitamin C, A und K. Zugleich enthält Grünkohl viele Nährstoffe wie z. B. Calcium, Magnesium und Kupfer.
Brokkoli Auch Brokkoli ist reich an Vitaminen und kommt in der gesunden Küche gerne zum Einsatz, da die vielen Ballaststoffe schnell dazu führen, dass sich ein Sättigungsgefühl einstellt. Brokkoli eignet sich damit prima für eine Diät. Zudem wird die Verdauung unterstützt.
Äpfel Äpfel jeglicher Sorten liefern viele Vitamine – und zwar besonders viele, wenn die Schale mitgegessen wird. In der Apfelschale verstecken sich rund drei Viertel aller Vitamine, die in einem Apfel stecken. 
Getrocknete Tomaten Getrocknete Tomaten kommen in der mediterranen Küche häufig vor und bietet mit den Inhaltsstoffen einen Schutz vor chronischen Erkrankungen wie z. B. Krebs. Getrocknete Tomaten gelten mit ihrer Schutzfunktion als Antioxidans.
Vollkorngetreide wie z. B. Leinsamen Was man dem Fisch nachsagt, trifft auch auf Leinsamen zu. Leinsamen enthalten viel Omega-3-Fettsäuren, die das Immunsystem nachhaltig stärken. Leinsamen kann man am besten in Öl-Form in seine Mahlzeiten einbauen, z. B. mit ein, zwei Esslöffeln ins Müsli zum Frühstück.

Grundsätzlich sollte man bei Getreide unbedingt auf Bio-Qualität achten. Ansonsten gehen viele Nährstoffe bei der Produktion verloren – oder sind erst gar nicht enthalten. Es gilt: Alte Weizensorten wie z. B. Roggen oder Dinkel sind gesund.

Grüner Tee Wie die getrockneten Tomaten zählt auch Grüner Tee zu den Antioxidantien. Mit seinen Inhaltsstoffen unterstütz der Tee den Körper dabei, die DNA zu erhalten. 
Blaubeeren Und auch Blaubeeren haben eine antioxidante Wirkung und machen es den s. g. freien Radikalen schwer, den Körper zu schädigen. Blaubeeren haben eine enorme Nährstoffdichte und sind zugleich ausgesprochen lecker.
Fisch mit hohem Fettgehalt Der hohe Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren – vor allem Omega 3 – macht Lachs, Hering, Makrele, Sardellen und Co. so beliebt. Fisch mit hohem Fettgehalt ist gut fürs Herz und stärkt das Immunsystem. Zugleich bekämpfen die Inhaltsstoffe Entzündungen im menschlichen Körper.
Walnüsse “Gesunde” Fettsäuren sowie zahlreiche Ballaststoffe sind auch bei Walnüssen zahlreich enthalten. Die Nüsse bieten darüber hinaus viele Mineralstoffe wie z. B. Folsäure, Vitamin E, Phosphor und auch Kupfer.
Hülsenfrüchte Hülsenfrüchte wie z. B. Erbsen (auch Kichererbsen), Linsen und Bohnen haben viel Eiweiß und Vitamin B. On top gibt’s viele Ballaststoffe und Eisen.

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