Basisches Wasser

Wer sich falsch ernährt, übersäuert häufig seinen Körper. Mit basischem Wasser ist es möglich, diese Übersäuerung wieder auszugleichen – man wird vitaler und konzentrierter. So zumindest die Theorie. Doch funktioniert das wirklich?

Lesen Sie hier:

  • Das ist basisches Wasser
  • Auf diese Weise hilft bzw. wirkt basisches Wasser
  • So bekommen Sie basisches Wasser

Was ist basisches Wasser?

Frisches QuellwasserEin schöner Schluck erfrischendes Quellwasser gilt gemeinhin als das beste, was man dem Körper bieten kann. Doch das Wasser aus einer Quelle ist keineswegs basisch. Die Werte von basischem Wasser liegen in der Regel oberhalb von natürlichen Flüssigkeiten (in den meisten Fällen zumindest).

Jede wässrige Lösung hat einen ph-Wert, der zwischen 0 und 14 liegt. Der Wert für basisches Wasser liegt oberhalb des neutralen Mittelwerts von 7,0, also bei mindestens 7,1. Werte, die deutlich oberhalb von etwa 9 oder 9,5 liegen, sind immer noch basisch, gelten aber zunehmend als unverträglich.

Bei basischem Wasser, das zum Wohlbefinden beiträgt, geht es also um ph-Werte zwischen etwa 7,1 bis ca. 9.

Das Wasser, das in der Natur vorkommt, hat in der Regel einen neutralen bis leicht säuerlichen ph-Wert, also 7,0 oder etwas darunter. (Es gibt wenige Ausnahmen.) Man kann davon ausgehen, dass diese ph-Werte für den menschlichen Körper optimal sind – Menschen und Tiere nehmen seit jeher neutrale bis leicht säuerliche Flüssigkeiten zu sich. Basische Flüssigkeiten liegen also außerhalb dieser Spannbreite.

ph-Wert

In welchen Fällen empfiehlt sich basisches Wasser?

Ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt ist die Grundlage für ein allgemeines Wohlbefinden. Ein gesunder Körper, der vitaminreich und ausgewogen ernährt wird, ist durchaus in der Lage, diesen Ausgleich selbst herzustellen. Bei einer unausgewogenen oder gar ungesunden Ernährung kann der Haushalt allerdings “kippen”. Meistens passiert dies in Richtung sauer.

Wer also einen übersäuerten Körper hat, kann mit basischem Wasser nachhelfen – so zumindest die Theorie.

Ob eine Übersäuerung durch die Zufuhr von alkalischen Flüssigkeiten (also Basen) ausgeglichen werden kann, ist umstritten und gilt nicht als erwiesen. Schädlich ist eine Zufuhr allerdings nicht, solange der ph-Wert nicht in den Grenzbereich rutscht (s. obiger Abschnitt und Grafik).

Diese Symptome hat ein übersäuerter Säure-Basen-Haushalt

Ein übersäuert Säure-Basen-Haushalt kann zur Folge haben, dass:

  • eine innere Unruhe einkehrt,
  • sich der Körper außergewöhnlich müde anfühlt,
  • die Haut über die Maßen unrein wird,
  • die Zähne schlechter werden,
  • das Körpergewicht spürbar zunimmt.

Welche Symptome auftreten und in welchem Ausmaß, ist von Fall zu Fall unterschiedlich.

(Beachten Sie auch das Kapitel “Symptome einer Übersäuerung” im Beitrag “Basische Ernährung”.)

Bezugsquellen

Basisches Wasser kommt in der Natur im Grunde nicht vor (zumindest nicht in der Form, die für einen Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts benötigt wird) und muss hergestellt werden. Man kann:

  • fertiges basisches Wasser kaufen
  • basisches Wasser mit einem Gerät aus z. B. Leitungswasser herstellen
  • aus Leitungswasser basisches Wasser mithilfe eines Wasserfilters gewinnen
  • basisches Wasser aus Leitungs- oder Mineralwasser durch die Zugabe von Mineralien herstellen

Womöglich gibt es noch weitere Bezugsquellen bzw. Herstellungsmöglichkeiten. Die genannten scheinen mir derzeit allerdings die gängigsten zu sein.

Fertiges basisches Wasser kaufen

Basisches Wasser zu kaufen, macht vermutlich nur Sinn, wenn man nur wenige Anwendungen oder eine Reise plant. Der Preis steht bei einer regelmäßigen Anwendung in keinem Verhältnis zum Ertrag.

Einige Fertigprodukte haben allerdings zahlreiche Zusätze, die dem einen oder anderen womöglich zugute kommen.

Details und Preise zu fertigem Wasser gibt es z. B. hier.

Geräte, die aus Leitungswasser basisches Wasser erzeugen

Die Geräte kommen nicht selten aus Asien und sind mittlerweile auch bei uns recht beliebt. Dabei wird das Wasser mit elektronischen Impulsen zerlegt (Stichwort: Elektrolyse), so dass basisches Wasser entsteht.

Grundsätzlich scheint diese Methode durchaus zu funktionieren. Allerdings gibt es Vermutungen, dass das Wasser durch die Elektrolyse noch weiter verändert wird. Ob diese Veränderungen einen negativen Einfluss auf den Körper haben, scheint nicht eindeutig geklärt.

Und nicht zuletzt: Die Geräte sind mit einem Anschaffungspreis von z. T. mehreren hundert Euro recht teuer, zumindest im Vergleich zu anderen Methoden.

Wasserfilter

Von den Wasserfiltern als Aufsatz für eine Getränkekanne gibt es mittlerweile sehr viele Modelle. Die Filter sind oben auf eine Wasserkanne aufgesteckt und ragen in das Wasser hinein, wenn die Kanne gefüllt ist. Die Filter geben dem Wasser Mineralien wie z. B. Kalzium und Magnesium (je nach Modell), so dass aus einem neutralen bis leicht säuerlichen ph-Wert ein basischer Wert zwischen etwa 7,5 und 9,5 entsteht.

Die Filter verlieren mit zunehmender Nutzung ihre Wirkung, so dass entweder der komplette Filteraufsatz (die s. g Filterkartuschen) oder eine in den Filter eingesteckte Kapsel ausgetauscht werden muss.

Wer sich sicher ist, dauerhaft basisches Wasser zu benötigen, kann einen Wasserfilter fest an die Wasserhahnleitung anschließen. Das Prinzip ist identisch mit den Aufsatz-Wasserfiltern. Das basische Wasser kommt dabei allerdings direkt aus dem Wasserhahn (s. folgender Beispiel-Link).

Details und Preise für Wasserfilter als Kannenaufsatz gibt es z. B. hier, für fest installierte Wasserfilter am Wasserhahn hier.

Wer handwerklich geschickt ist, kann einen Wasserfilter übrigens auch selber bauen.

Zugabe von Mineralien

Die Mineralien, die aus einem neutralen Wasser ein basisches Wasser machen, kann man auch über ein Pulver oder Tabletten beimischen. Für Leute, die sich keinen Filter anschaffen oder erst noch ein bisschen herumprobieren möchten, sind Pulver und Tabletten sicherlich eine Alternative.

Pulver und Tabletten werden einfach dem Leitungswasser hinzugegeben.

Basen-Pulver gibt es z. B. hier.

Fazit

Alkalisches WasserBasisches Wasser kann durchaus helfen, den Basen-Säure-Haushalt ins Gleichgewicht zu bringen. Allerdings gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift.

Antibiotika kann z. B. bei einem bakteriellen Befall dabei helfen, wieder gesund zu werden – eine regelmäßige Einnahme ist allerdings keinesfalls empfehlenswert.

Wer über einen dauerhaften Einsatz von basischem Wasser nachdenkt, sollte also etwas genauer hinschauen, denn im Extremfall (also bei einer dauerhaft falschen Anwendung), kann z. B. die Magensäure in Richtung basisch “kippen”. Verdauungsprobleme dürften die Folge sein.

Hin und wieder ein paar Gläser sind vermutlich vollkommen unproblematisch – wobei eine spürbare Wirkung mit ein paar Gläsern wohl kaum zu erzielen sein dürfte. Wer eine Anwendung über einen längeren Zeitraum plant, sollte sich mit einem Arzt oder einem Ernährungsberater besprechen, um u. a. den Ist-Zustand genau zu analysieren.

Wer unter deutlichen Beschwerden leidet und sich eher einseitig oder gar ungesund ernährt, sollte womöglich zuerst an eine Ernährungsumstellung denken. Zu viel Fleisch und Weißmehl setzen dem Körper auf lange Sicht dermaßen zu, dass basisches Wasser dieses Ungleichgewicht kaum ausgleichen kann. Wer hier bereits auf einem guten Weg ist, findet in basischem Wasser womöglich eine gute Ergänzung zur gesunden Ernährung.